14.01.2012

FC Bayern mit eindrucksvoller Revanche gegen Oldenburg

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6.700 Zuschauer erleben zum Rückrunden-Auftakt der Beko Basketball Bundesliga im Audi Dome ein hochmotiviertes Bayern-Team und feiern einen souveränen 102:71 (52:37)-Erfolg gegen die EWE Baskets aus Oldenburg.

Die Zuschauer im ausverkauften Audi Dome erhoben sich bereits weit vor Spielbeginn von ihren Plätzen und schmetterten für Uli Hoeneß ein Geburtstags-Ständchen. Der Präsident freute sich sehr darüber, aber wohl noch mehr über einen guten Start seiner Korbjäger: Chevon „Chevy" Troutman erzielte die ersten Punkte des Jahres 2012 im Audi Dome von der Freiwurflinie. Die Oldenburger taten sich schwer, was nicht nur an der eindrucksvollen Kulisse, sondern vor allem an der aggressiven Verteidigung der Münchner lag. Nach zweieinhalb Minuten waren die Hausherren bereits auf 11:3 enteilt, doch wenig später hatten sich die Norddeutschen auf fünf Punkte herangekämpft, ehe der bärenstarke Demond Greene die aufkeimende Hoffnung der mitgereisten Fans im Keim erstickte und innerhalb einer halben Minute zwei Dreier in Folge versenkte - den zweiten gar aus einem Fastbreak! Im Anschluss daran handelte sich der offensichtlich recht unzufriedene Coach der Oldenburger, Predrag Krunic, ein Technisches Foul ein, wodurch die Bayern zwei weitere einfache Punkte von der Freiwurflinie erzielen durften und zusätzlich den Ballbesitz erhielten - Spielstand 21:8. Jetzt wurde zur Freude der Fans Je'Kel Foster erstmals nach seiner längeren Verletzungspause eingewechselt. Die Spieler von Dirk Bauermann zeigten großen Willen und hielten den Gegner auf Distanz. 27:16 nach den ersten zehn Minuten.

Den zweiten Spielabschnitt eröffnete Jonathan Wallace mit einem Treffer von jenseits der Drei-Punkte-Linie, abgesehen davon ließ die Konzentration der Münchner allerdings ein wenig nach, wodurch sich die Oldenburger wieder heranpirschen konnten - denn das war klar: Die Gäste durften nicht ins Rollen kommen, sonst würde das dreiköpfige Oldenburger Drei-Punkte-Monster „Paulding-Brown-Hasbrouck" zuschlagen und den Vorsprung in Nullkommanix schmelzen lassen. Zur Begeisterung der Bayern-Anhänger legten die Münchner in der Defense wieder eine ordentliche Schippe drauf - das Ergebnis waren zwei Steals in Folge von Robin Benzing und Steffen Hamann, jeweils abgeschlossen per Dunking (41:27/6. Minute). Wenig später traf Je'Kel Foster seinen ersten Dreier, und der Audi Dome tat das einzig Richtige: Er erhob sich und feierte das Comeback des so immens wichtigen Akteurs. Die Bayern spielten richtig gut - Jared Homan und Chevy Troutman ackerten mit der üblichen Qualität unter den Körben, und Demond Greene steuerte seinen dritten Dreier ins Ziel. Halbzeitstand: 52:37.

Im dritten Viertel knüpften die Spieler um den vorbildlich agierenden Bayern-Kapitän Steffen Hamann nahtlos an die Leistung der ersten Hälfte an und vergrößerten den Vorsprung auf 65:44 nach knapp vier Minuten. Maßgeblichen Anteil daran hatten Jared Homan und Nationalspieler Robin Benzing, die in dieser Phase den Löwenanteil der Punkte erzielten. Kurzum: Die Bayern strotzten vor Spielfreude, ließen die Offensive der Oldenburger nicht zur Entfaltung kommen und bauten mit einem deutlich gewonnen Viertel (25:17) den Vorsprung weiter aus: 77:54 nach 30 Minuten Spielzeit.

Zu Beginn des Abschlussviertels schlich sich ein leichter Schlendrian auf Seiten der Bayern ein - aber Coach Bauermann reagierte prompt und nahm bereits nach 45 Sekunden eine Auszeit, um seine Recken wieder in die Spur zu bringen. Und das wirkte! Auch die in Gelb gekleideten Zuschauer aus Oldenburg mussten zerknirscht feststellen, dass diese taktische Maßnahme Erfolg hatte - ein Dreier von Je'Kel Foster stellte dies eindrucksvoll unter Beweis (80:59 nach knapp zwei Minuten). An der Körpersprache der Oldenburger war zu erkennen, dass sie nur wenig bis gar keine Hoffnung mehr hatten, das Spiel während der verbleibenden Minuten noch zu drehen - und die Bayern spielten sich den Frust aus den vergangenen Niederlagen buchstäblich von der Seele. Das Auftreten der Münchner war schlichtweg beeindruckend: Alle Spieler der ersten Fünf punkteten zweistellig, und jeder eingesetzte Spieler trug sich auf der Scorer-Liste ein. Ein schöner Höhepunkt für die Fans war die Einwechslung von Publikumsliebling Darius Hall, die den Audi Dome in kollektive Verzückung versetzte. Der sympathische Hüne erzielte in drei Minuten frenetisch bejubelte fünf Punkte! Den krönenden Abschluss des Abends kreierte Jonathan Wallace, der zehn Sekunden vor dem Ende in seiner unnachahmlichen Art einen Dreier verwandelte und damit die 100-Punkte-Marke knackte. Der Audi Dome stand Kopf, und die Bayern machten Uli Hoeneß ein Geburtstagsgeschenk der besonderen Art - 102:71. Ganz nebenbei entschieden die Bayern den direkten Vergleich in mehr als beeindruckender Manier für sich.

FC Bayern-Headcoach Dirk Bauermann sagte nach der Partie: „Dieser Sieg tat gut. Das Spiel heute hat die notwendige Stärke und Entschlossenheit abgebildet. Diese 40 Minuten waren sehr nah an dem, wie unser Spiel aussehen sollte. Da kann man nur seinen Hut ziehen und sagen, das war diesem Verein würdig. Die Jungs haben vorher überlegt, welches Geburtstagsgeschenk sie Uli Hoeneß machen können. Und einem Sportler wie ihm kann man kein besseres Geschenk machen. Es war ein toller Basketballabend."

Predrag Krunic, Trainer der Oldenburger Gäste, meinte nach der Begegnung: „Gratulation zum Sieg. Besonders im ersten Viertel haben die Bayern schnell einen Vorsprung herausgespielt. Da war es für uns schwierig, wieder ins Spiel zu kommen. In der zweiten Hälfte gab es zwar einen Moment an dem wir die Chance hatten, um wieder ranzukommen, aber die Bayern hatten heute eine gute Offensive und die Spieler hatten viel Selbstvertrauen."

Das Bayern-Team hat nun aufgrund des Beko BBL-ALLSTAR-Wochenendes eine kleine Pause, ehe am 27. Januar die Partie in Tübingen auf dem Programm steht.

Es spielten für den FC Bayern München: Robin Benzing (16 Punkte/2 Dreier), Steffen Hamann (16), Jared Homan (15), Jonathan Wallace (12/2), Demond Greene (11/3), Chevon Troutman (11), Je'Kel Foster (9/3), Darius Hall (5), Jan-Hendrik Jagla (3), Aleksandar Nadjfeji (2), Philipp Schwethelm (2) und Bogdan Radosavljevic (dnp).

 

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