07.04.2012

Deutlicher Start-Ziel-Sieg der FCB-Basketballer im Playoff-Rennen gegen Bonn

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Die Basketballer des FC Bayern München machen sich im erneut ausverkauften Audi Dome ein schönes Ostergeschenk, indem sie die Telekom Baskets aus Bonn klar mit 87:69 (46:35) schlagen und wichtige Punkte für das Erreichen der Playoffs einfahren. Die Bayern verteidigten ausgezeichnet und ließen während des gesamten Spiels keine einzige Führung der Gäste zu.

Obwohl die Bayern den Tip-Off nicht ergattern konnten, dauerte es keine 30 Sekunden bis zum ersten Treffer der Roten Riesen: Je'Kel Foster fackelte beim Fast Break nicht lange und schloss frech per Drei-Punkte-Wurf ab. Mit Hilfe dieses Paukenschlags konnte sich die Truppe von FCB-Coach Dirk Bauermann etwas absetzen (10:4/3. Minute), doch die Bonner ließen sich nicht sonderlich irritieren, suchten blitzschnell den Weg zum Korb, kämpften sich heran und glichen drei Minuten vor dem Ende des Viertels aus (14:14). Die Bayern variierten jetzt in der Verteidigung und brachten die Gäste erfolgreich aus dem Konzept. In dieser Phase lieferten Jonathan Wallace und Jan Jagla frischen Offensiv-Wind von der Bank - Jonathan versenkte zwei sogenannte Floater, bevor Jan Jagla zwei Dreier nahtlos im Korb unterbrachte: 28:20 nach den ersten zehn Minuten. Ein deutliches Zeichen für die tadellose Leistung der Bayern war auch die Zahl der eingesammelten Rebounds - hier hatten die Hausherren zu diesem Zeitpunkt mit zwölf eingesammelten Abprallern genau doppelt so viele wie der Gegner.

Diesen Schwung nahmen die Münchner in den nächsten Spielabschnitt ohne Ruckeln mit und zwangen die Bonner bereits nach zwei Minuten zur Auszeit (33:22). Die Bayern wollten es nach der Niederlage in Berlin offensichtlich wissen und hielten den Druck in der Verteidigung zur Freude des proppenvollen Audi Dome hoch, so dass der Vorsprung nach fünf Minuten schon auf 15 Punkte angewachsen war und den Bonner Coach Michael Koch erneut zu einer Auszeit veranlasste (39:24/15.). Bedauerlicherweise kam jetzt der Spielfluss der Bayern kurzzeitig ins Stocken, und es dauerte zähe zweieinhalb Minuten, bis Demond Greene wild entschlossen zum Korb zog und zum 41:26 traf. Bonn setzte die Bayern mit einer angedeuteten Ganzfeld-Presse ein wenig unter Druck und zwang die Bauermann-Schützlinge zu Fehlern. Hinzu kam, dass Steffen Hamann wegen seines dritten Fouls auf die Auswechselbank beordert wurde. Angeführt vom quirligen Jared Jordan pirschten sich die Baskets heran und verkürzten durch einen Jordan-Dreier 40 Sekunden vor der Pause auf 43:35 - doch Bayerns Antwort trug den Namen Jan Jagla, der drei Sekunden vor der Sirene seinen dritten Dreier (bei drei Versuchen!) durch den Korb jagte und den Vorsprung zur Halbzeit zweistellig werden ließ: 46:35.

Den ersten Aufschrei der Fans im dritten Viertel veranlasste Jared Homan, der den Bonner Gaffney in beachtlicher Höhe spektakulär ans Brett blockte. Die Mannschaften beharkten sich jetzt besonders intensiv, was eine eher dürftige Trefferausbeute zur Folge hatte - die Baskets aus Bonn tasteten sich Pünktchen um Pünktchen heran (49:43/24.), doch dann traf Demond Greene wieder einen seiner so wichtigen Würfe von jenseits der Drei-Punkte-Linie und holte das Momentum auf die Seite der Bayern zurück. Kapitän Steffen Hamann verwandelte zwei Freiwürfe und einen Korbleger, somit war die Differenz aus Sicht der Bayern-Fans wieder etwas beruhigender (56:43/26.). Die letzten Minuten des Viertels waren ein Grund zum Feiern für die Fans von der Isar - die Höhepunkte waren ein Rückwärts-Dunking von Chevon Troutman und ein erneuter Block von Jared Homan in schwindelnder Höhe - WOW! Spielstand 64:48 nach Beendigung des dritten Viertels.

Auch die finalen zehn Minuten hatten einen durchaus hohen Unterhaltungswert: Zunächst beeindruckten Je'Kel Foster und Robin Benzing, die jeweils zwei Würfe trafen und den Vorsprung erstmals über die 20-Punkte-Marke hievten. Nach knapp drei Minuten echauffierte sich der Gäste-Coach Michael Koch derart, dass er zwei Technische Fouls kassierte und flugs die Halle verließ. Die vier daraus resultierenden Freiwürfe brachte Jonathan Wallace sicher im Korb unter (77:50/33.). Danach war der Wille der Bonner für jeden erkennbar gebrochen, der Sieg war unter Dach und Fach. 1:19 vor Schluss forderte die Südkurve die Fans auf: „Steht auf, wenn ihr Bayern seid!" Sämtliche Fans im Audi Dome erhoben sich und feierten ihre Bayern, die den Sieg souverän über die Zeit spielten. "Oh, wie ist das schön!", sangen 6.700 Zuschauer abzüglich einiger Bonner Fans, und dieser vielstimmige Chor verschreckte bestimmt das ein oder andere Osterhäschen im angrenzenden Westpark. Frohe Ostern!

Michael Koch, Trainer der Telekom Baskets Bonn, meinte nach dem Spiel: „Glückwunsch an Dirk Bauermann und den FC Bayern München zum verdienten Sieg. Wir wussten, dass es eine schwere Aufgabe wird. Wir haben es heute nicht geschafft, die gleiche Intensität und Aggressivität wie Bayern aufs Feld zu bringen. Wir haben versucht, lange im Spiel zu bleiben. Das ist uns bis zur Mitte des dritten Viertels einigermaßen gelungen. Das vierte Foul von Chris Ensminger hat uns dann eigentlich unserer letzten Inside-Option beraubt. Von diesem Zeitpunkt an hat es unsere Mannschaft dann nicht mehr geschafft, konstruktiv im Angriff die Optionen zu finden. Das Inside-Spiel war nicht mehr vorhanden und das haben die Bayern clever ausgenutzt."

FC Bayern-Coach Dirk Bauermann sagte: „Wir haben heute sicher ein starkes Spiel gezeigt und unsere Chancen auf einen Playoff-Platz mit diesem Sieg deutlich verbessert. Wir haben gut verteidigt und nur 69 Punkte zugelassen. Wenn wir unseren Offensiv-Rhythmus so finden, wie wir es heute getan haben, dann sind wir schwer zu stoppen. Insofern freuen wir uns, dass wir dem Playoff-Ziel einen großen Schritt näher gekommen sind. Die Mannschaft hat gezeigt, dass sie sich von einer Niederlage wie in Berlin sehr schnell und sehr gut erholt. Es war ein rundum guter Tag für den FC Bayern."

Es spielten für den FC Bayern München: Chevon Troutman (21 Punkte), Jan-Hendrik Jagla (13/3 Dreier), Je'Kel Foster (12/2), Robin Benzing (9/1), Demond Greene (8/1), Jonathan Wallace (8), Jared Homan (8), Steffen Hamann (6), Bastian Doreth (2), Philipp Schwethelm, Aleksandar Nadjfeji (dnp) und Darius Hall (dnp).


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